Als FSJler im Bundestagsbüro

10. November 2011

Nicole Bracht-Bendt bietet immer wieder jungen Menschen die Möglichkeit, in ihrem Abgeordnetenbüro in Berlin Politik hautnah zu erleben: Praktikantinnen, Praktikanten aus dem Wahlkreis wie Stipiendaten aus verschiedenen Ländern und FSJler haben auf diese Weise schon den politischen Alltag der Abgeordneten kennen gelernt.

Seit dem 1. Oktober ist Markus Geray (19) aus Altbach bei Stuttgart im Abgeordnetenbüro von Nicole Bracht-Bendt tätig.

Hier ein Bericht über seine ersten Eindrücke:

„Nachdem ich im Sommer diesen Jahres meine Schulzeit beendet hatte, war für mich eines klar: Bevor ich noch einmal mehrere Jahre mit zuhören und mitschreiben in Hörsäälen verbringe, mache ich erst mal ein Jahr lang etwas anderes, möglichst abwechslungsreiches und praxisbezogenes! Ein freiwilliges soziales Jahr bzw. der neu eingeführte Bundesfreiwilligendienst schien mir da genau das Richtige zu sein. Nach langer und intensiver Suche stieß ich dann auch tatsächlich auf ein sehr interessantes Angebot: Ein freiwilliges soziales Jahr im politischen Leben, angeboten vom  ijgd e.V. (internationale Jugendgemeinschaftsdienste). Neben Abgeordnetenbüros, politischen Stiftungen und der Presse gibt es noch viele weitere interessante und vielseitige Einsatzstellen. Ich entschied mich letztendlich für das Abgeordnetenbüro von Frau Bracht-Bendt, um so ein Jahr lang unmittelbare Eindrücke und Einblicke aus dem bzw. in das politische Tagesgeschäft zu erhalten.

Am Dienstag, den 18.10.2011 war es dann so weit: Mein erster Arbeitstag. Dieser war, wie die gesamte erste Woche, in erster Linie vom Zuhören, Zuschauen und Lernen geprägt, um überhaupt erst einmal eine Vorstellung von dem zu bekommen, was mich in nächster Zeit erwartet. Auch wenn ich bisher nur einen ganz kleinen Teil dessen, was eine Abgeordnetentätigkeit bzw. die Arbeit in einem Abgeordnetenbüro so alles mit sich bringt, mitbekommen habe, so steht doch schon eins fest: Es ist sehr viel umfangreicher und vielseitiger als man als Außenstehender glaubt.

Besonders interessant waren die Besuche der Fachausschus-, Arbeitsgruppen- und Arbeitskreissitzungen. Ich habe mir nicht vorgestellt, wie viel Arbeit und wie viele zähe Diskussionen eigentlich hinter jedem einzelnen Gesetz bzw. Gesetzesentwurf steckt.

Nach zwei Wochen am Arbeitsplatz finde ich mich bereits  in den endlosen Gängen und Fluren der Bundestagsgebäude zurecht. Nach einem aus meiner Perspektive rundum positiven Start bin ich auf jeden Fall optimistisch und freue mich auf ein gutes und interessantes Jahr.“

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