Aus Anlass des Spitzentreffens für mehr Frauen in Führungspositionen erklärt die Sprecherin für Frauen und Senioren der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole BRACHT-BENDT:

Die FDP-Bundestagsfraktion begrüßt, dass sich die 30 Dax-Unternehmen mit selbst gesteckten Zielen für mehr Frauen in Führungsetagen gegen politischen Zwang wehren. So lange Selbstregulierung erfolgreich ist, erübrigen sich gesetzliche Vorgaben. Ohnehin ist es nicht Aufgabe des Staates, in die Vertragsfreiheit  der Wirtschaft einzugreifen. Geplante Sanktionen gegen Unternehmen in Form von Bußgeldern lehnen die Liberalen ab.

Das Versäumnis der Wirtschaft, nicht genügend Frauen den Weg in die Führungsetagen geebnet zu haben, ist nicht über Nacht zu beheben. Es braucht Zeit, um bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer zu schaffen. Statt weiter über Quoten zu diskutieren, ist ein gesellschaftlicher Wandel nötig. Dazu gehört, dass Mädchen schon in der Schule für technische oder naturwissenschaftliche Berufe motiviert werden, ebenso ist ein gutes Betreuungsangebot für Kleinkinder und Ganztagsschulen Voraussetzung für echte Wahlfreiheit von Frauen. Für eine Frau, die mit 30 aus dem Beruf aussteigen muss, weil eine passgenaue Betreuung für ihr Kind fehlt, ist mit 45 der Zug für einen Vorstands- oder Aufsichtsratsposten abgefahren.

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