Niedersachsen. Zu der öffentlichen Forderung durch die Unfallforschung der Versicherer (UDV), ältere Autofahrer gesetzlich darauf zu verpflichten, Fahrtests mit geschulten Beobachtern zu machen, erklärt die Landesvorsitzende der Liberalen Senioren Niedersachsens Nicole BRACHT-BENDT:

Per Gesetz ältere Verkehrsteilnehmer zu Fahrtests zu zwingen, wäre eindeutige Altersdiskriminierung. Es geht nicht an, dass Seniorinnen und Senioren unter den pauschalen Verdacht der Fahruntüchtigkeit gestellt werden und deren Eigenverantwortlichkeit in irgendeiner Form eingeschränkt wird. Der demographische Wandel findet zwar statt, aber noch nie waren ältere Menschen leistungsfähiger und gesünder als heute.

Sinnvoll sind dagegen kostenlose, freiwillige Gesundheitschecks, die sowohl die allgemeine Gesundheit als auch das Hör- und Sehvermögen berücksichtigen. Diese Angebote sollten offensiv bekannt gemacht werden. Je mehr darüber gesprochen wird, desto selbstverständlicher wird es, dass man sich im höheren Alter fragt, ob man noch fit genug ist für den Straßenverkehr oder ob man freiwillig den Führerschein abgeben sollte.

Zudem darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass Niedersachsen in weiten Teilen ländlich geprägt ist. Seniorinnen und Senioren im städtischen Raum, die ohne weiteres auf den ÖPNV ausweichen können, tun sich in dieser Frage leichter, als Bewohner des ländlichen Raums, die ohne Führerschein regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten werden.

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