Buchholz. Die Stadtrats- und Kreistagsabgeordnete Nicole Bracht-Bendt (FDP) setzt sich dafür ein, die Altersgrenze für Feuerwehrleute auf 65 Jahre anzuheben. Angesichts des vom Landesrechnungshof festgestellten Personalmangels bei den Freiwilligen Feuerwehren fordert sie flexiblere Lösungen. Eine Überlegung müsse etwa die weitere Anhebung der Altersgrenze sein. „Viele Ältere sind fit genug und haben meist Zeit, um tagsüber zu helfen“, so die frühere Bundestagsabgeordnete, die zugleich Landesvorsitzende der Liberalen Senioren in Niedersachsen ist und sich grundsätzlich für den Abbau starrer Altersbeschränkungen stark macht.

Der Bericht des Landesrechnungshofs stellt insbesondere dar, dass zwischen 8 und 16 Uhr viele Ortsfeuerwehren keine Leute zur Verfügung haben, da diese an einem anderen Ort arbeiten. Im Alarmfall konnten nur 21 von 187 geprüften Wehren in Gruppenstärke und mit Atemschutzausrüstung innerhalb von vier Minuten ausrücken, um nach weiteren vier Minuten am Einsatzort zu sein. Diese Zeitspanne von insgesamt acht Minuten gilt als kritische Grenze für die Rettung von Menschenleben.

Um mehr Personal für die Ortsfeuerwehren zu gewinnen, sollte das Land zudem bei der Anwerbung von Frauen und Migranten helfen, meint Bracht-Bendt. Sie ist sicher: „Wenn es brennt, wird jede helfende Hand gebraucht.“

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