Landkreis Harburg. Die Kreistagsabgeordnete Nicole Bracht-Bendt (FDP) hält die Einigung der Großen Koalition, ab 2016 für Aufsichtsräte von Großunternehmen eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent einzuführen, für einen schweren Fehler. Sie fragt: „Woher nimmt der Staat eigentlich das Recht, sich in die unternehmerische Freiheit bei der Besetzung von Führungspositionen einzumischen und das Prinzip „Leistung und Qualifikation“ einfach auszuhebeln? Und welche wirklich hervorragend ausgebildete Frau möchte denn schon gerne als Quotenfrau gebrandmarkt werden?“

Dass die CDU/CSU, der ursprünglich Wirtschaftskompetenz nachgesagt wurde, bereit sei, nach dem Jobkiller „Mindestlohn“ nun mit der „Frauenquote“ die nächste Kröte der SPD zu schlucken, gebe zu denken und sei schlecht für den Wirtschaftsstandort Deutschland findet die frühere frauenpolitische Sprecherin der FDP im Deutschen Bundestag.

Die Liberalen setzen sich für transparente, freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft ein und gehen davon aus, dass die Unternehmen auf das Potenzial gut ausgebildeter Frauen angesichts des Fachkräftemangels ohnehin nicht werden verzichten können. In der vergangenen Wahlperiode hat die Partei eine Frauenquote noch erfolgreich verhindert.

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