06.01.2013

BERLIN. Anlässlich der Veröffentlichung neuer Zahlen über mehr Frauen in DAX-Vorständen erklärt die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Nicole BRACHT-BENDT:

Das Plus bei Frauen in den Vorständen der 30 Dax-Konzerne bestätigt die Position der Liberalen, dass die öffentliche Debatte über mehr Frauen in Führungspositionen auch ohne verpflichtende Quote Wirkung zeigt. Es reicht aber nicht aus, den Fokus auf die vergleichsweise kleine Zahl von Vorständen und Aufsichtsräten zu richten. Mehr Transparenz in allen Führungsebenen ist erforderlich, um mehr Frauen den Weg in die Führungsetage frei zu machen.

Die Forderung der Bremer Soziologin Hilke Brockmann nach einer Mütterquote in der Wirtschaft und Politik ist der falsche Weg. Familien brauchen flexible Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Betreuung, aber keine gesetzlichen Vorgaben.

Die FDP-Fraktion im Bundestag setzt sich für mehr Vielfalt in den Unternehmen ein, nicht nur was das Geschlecht betrifft. In einer globalisierten Welt muss es selbstverständlich sein, dass bei der Besetzung von Top-Positionen weder Geschlecht noch Alter oder Herkunft, sondern einzig und allein die Qualifikation ausschlaggebend ist. Die Liberalen im Bundestag lehnen jegliche Form von Quoten als nicht akzeptablen Eingriff in die unternehmerische Freiheit ab. Der Versuch von EU-Kommissarin Viviane Reding, das Subsidaritätsprinzip zu übergehen und europaweit eine Frauenquote durchzusetzen, ist eine unerträgliche Einmischung der EU in nationale Unternehmensbelange.

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