Zu dem von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, vorgestellten Konzept zur Drogen- und Suchtpolitik erklärt die Sprecherin für Frauen und Senioren, Nicole Bracht-Bendt:

Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt die Pläne der Bundesregierung, in der Drogen- und Suchtpolitik auf Prävention zu setzen. Allerdings kann die Politik die zunehmende Alkoholsucht bei älteren Menschen nicht allein lösen. Abhängigkeit im Alter wird auch im Alltag zu wenig beachtet und oft nicht erkannt. Suchtprobleme im Alter fallen oft erst dann auf, wenn die Senioren ins Krankenhaus oder Pflegeheim kommen. Häufig kommen noch Wechselwirkungen durch Medikamente hinzu.

Wichtig ist es, den Ursachen für das Suchtproblem nachzugehen. Gefährdete brauchen nicht in jedem Fall medizinische Hilfe. Häufig ist ihnen geholfen, wenn sie eingebunden werden in den Alltag Jüngerer und verhindert, dass sie einsam sind. Hier sind alle Familienangehörige, Bekannte und Betreuer aufgefordert, nicht weg zu sehen und das Problem gegenüber behandelnden Ärzten und Pflegern anzusprechen. Betroffene, die aus Schamgefühl über ihr Problem nicht sprechen, müssen überzeugt werden, Hilfe anzunehmen.Auch Pflegerinnen und Pfleger wissen häufig bei Suchtproblemen keine Lösung.

Angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft werden die absoluten Zahlen der Betroffenen noch zunehmen. Sucht im Alter muss künftig stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken und in der Ausbildung in Pflegeberufen stärker berücksichtigt werden.

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